Freitag, 03. Dezember 2021

Retten Löschen Bergen Schützen | Notruf für Feuerwehr und Rettungsdienst: 112 | Stützpunktfeuerwehr Speichersdorf

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Hilfeleistungskontingent in Rheinland-Pfalz

Am Samstagabend kehrte das Bayreuther Hilfeleistungskontingent aus Stadt und Land aus dem Katastrophengebiet zurück, fünf anstrengende Tage lagen hinter den Helfern. Zusammen mit den Feuerwehren Bad Berneck, Trockau, Waischenfeld, Heinersreuth und einem Rettungstransportwagen des BRK Bayreuth bildete die Feuerwehr Speichersdorf den Logistik- und Rüstzug des Bayreuther Kontingentes. Auch die Schatzmeister des Kontingentes mit dem Kater Bayreuth 10/1 schlossen sich Tageweise zum Helfen dem Zug an. Unser erster Kommandant Volker Hammon wurde als Zugführer dieses Zuges eingesetzt.

Der Zug wurde im Ahrtal aktiv, vor allem in den Ortschaften Ahrbrück, Altenahr und Altenburg. Die Hauptaufgabe war in Altenahr bei einer Eisenbahnbrücke die dortigen Bagger zu unterstützen, die diese freiräumten. Der Schutt, der sich an dieser Brücke staute, verstopfte weiterhin massiv den Abfluss der Ahr. In dieser Schuttlawine wurden viele Gefahren angespült, unteranderem ca. 300 Gasflaschen, sechs Flüssiggastanks, eine Dieseltankstelle und mehre Heizöltanks, die durch uns gesichert und zum Abtransport vorbereitet wurden. Auch mehrere Fahrzeuge wurden dort beim Freilegen durch die Bagger gefunden und kontrolliert.

Ein weiterer Schwerpunkt war das Freiräumen des Gehsteiges entlang der B267 zwischen Altenahr und Altenburg, um die Verkehrssituation zu verbessern. Auch mehrere Kanäle in Altenburg wurden freigeräumt und gespült, sodass zumindest etwas Regenwasser wieder ablaufen konnte. Auch Keller und Garagen wurden in Ahrbrück/Brück vom Schlamm befreit.

Diese kleine Zusammenfassung zeigt nur einen Teil der Arbeiten des gesamten Kontingentes und nur einen sehr kleinen Teil des Katastrophengebietes. Selbst Bilder können nicht beschreiben und aufzeigen, was dort passiert ist. Mit gemischten Gefühlen und Bildern, die wir nicht mehr vergessen werden, rückten wir am Samstag aus unserem Quartier in einem ehemaligen Fliegerhorst in Mendig ab. Es gibt noch viel zutun, zum Glück sind in der Region viele freiwillige Helfer unterwegs, die zeitweise auch uns unterstützten. Auch ein weiteres Kontingent der Feuerwehren aus dem Landkreis Neustadt a.d. Waldnaab und der Stadt Weiden i.d. OPf. löste uns am Sonntag ab.

Nutzt bitte einen der möglichen Wege, um zu spenden. Die Katastrophe wird in der Region Narben für viele Jahre hinterlassen.

Wir wünschen allen weiteren Helfern und Betroffenen für die weiteren Aufgaben viel Kraft und Durchhaltevermögen!

(12 Bilder)


 

Schweres Unwetter in Speichersdorf

Ein schweres Unwetter mit knapp 200 Einsatzstellen in Bindlach vor 2 Wochen, da halfen wir als Löschzug Speichersdorf natürlich sehr gerne mit. Dass uns nur knapp 2 Wochen später selbst ein schweres Unwetter trifft, damit hätte bei uns keiner gerechnet.
Als der erste Alarm ging, machte ich mich auf den Heimweg von meiner Arbeitsstelle in Kemnath. Auf der B22 konnte man teilweise nur 30km/h fahren, da die Straßen komplett überschwemmt waren. Auf der Fahrt erreichten mich bereits zahlreiche Anrufe von Freunden, Bekannten und Firmen, die auf unsere Unterstützung warteten. In Speichersdorf angekommen hatte es schon wieder zum Regnen aufgehört. In diesen 10 Minuten hatte es 50l/qm geregnet. Für solche Wassermassen ist keine Kanalisation ausgelegt und so drückte es teilweise das Wasser durch den Kanal in die Häuser, teilweise aber auch durch Türen und Fenster. Andere bleiben mit ihren Fahrzeugen im Wasser stecken. Innerhalb von ca. 30 Minuten gingen 80 Einsätze bei uns ein. Einen solchen Einsatz habe ich in den letzten Jahren in Speichersdorf noch nicht erlebt.

Zusammen mit dem Abschnittsleiterfahrzeug aus Benk und unserem 11/1 bildeten wir sofort eine Einsatzleitung um die Einsätze geregelt abzuarbeiten. Dabei wurden mein Stellvertreter Christian Schwarzer und ich von KBR Hermann Schreck, KBI Kerstin Schmidt und KBM Jürgen Küffner, KBM Udo Müller, KBM Marco Kießling sowie KBM Udo Müller hervorragend unterstützt. Nachdem immer mehr Einsatzstellen gemeldet wurden, alarmierten wir sofort mehrere Löschzüge nach.

Schnellstmöglich haben wir Abschnitte mit besonders betroffenen Straßenzügen gebildet und diesen einzelnen Löschzügen zur selbstständigen Abarbeitung zugeteilt. Trotz allem konnten wir aufgrund dieser geballten Lage leider nicht überall gleichzeitig sein.

An dieser Stelle möchte ich mich bei allen eingesetzten Feuerwehren, bei der Feuerwehrführung und bei allen Feuerwehrleuten für die Unterstützung bei der Abarbeitung der Einsätze bedanken.

Zusammenfassend bleibt, die Unwetter werden mehr, wir werden uns darauf einstellen müssen und unsere Ausrüstung an die neuen Geschehnisse anpassen müssen. Was wir aber auch wissen, unser Zusammenhalt innerhalb der Feuerwehr und die Zusammenarbeit mit anderen Feuerwehren im Landkreis und darüber hinaus ist sehr gut und wir können uns aufeinander verlassen.

Volker Hammon
Kommandant Feuerwehr Speichersdorf

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|| 📟 Einsätze #19-99 am 📅 24.06.2021 um ca.14 Uhr bis 21 Uhr || Großschadenslage || Unwetter, ca. 70 Keller unter Wasser, mehrere umgestürzte Bäume, vollgelaufene Unterführungen und überflutete Straßen || Gemeinde Speichersdorf ||

Die gezeigten Bilder spiegeln nicht das gesamte Ausmaß des Unwetters wieder, sondern zeigt nur Auschnitte aus den Aufgaben für die Feuerwehren an diesem Tag.

Eingesetzte Feuerwehren:
Feuerwehr Kirchenlaibach
Feuerwehr Stadt Creußen
Feuerwehr Weidenberg
Feuerwehr Kirchenpingarten
Feuerwehr Seybothenreuth
Feuerwehr Kemnath
Feuerwehr Warmensteinach
Feuerwehr Bad Berneck
Feuerwehr Höflas
Feuerwehr Benk
Feuerwehr Kirmsees
Feuerwehr Tressau
Feuerwehr Lienlas
Feuerwehr Windischenlaibach
Feuerwehr Zeulenreuth
Feuerwehr Haidenaab/Göppmansbühl

(22 Bilder)


Kurzinfo zur Beschaffung HLF 20 und GW-L2

Nach fast einem Jahr, nach der ersten Besprechung mit der Firma Schlingmann, fand Ende April die Rohbauabnahme in Dissen statt. Unsere beiden Kommandanten nahmen bei diesem Termin den Rohbau des Fahrzeuges ab und sprachen direkt am Fahrzeug die Lagerung der verschiedenen Geräte durch. Trotz der aktuellen Situation sind wir noch im Zeitplan und der geplante Auslieferungstermin ist nun Mitte Mai in der Kalenderwoche 20.
Eine chronologische Übersicht der Beschaffung des HLF20 kann man sich hier anschauen.

Momentan geht es Schlag auf Schlag, nach der Baubesprechung der Rollcontainer bei der Firma Günzburger Steigtechnik, ist nun die Rohbauabnahme des GW-L2 bei der Firma Walser in der Kalenderwoche 19, also schon nächste Woche geplant. Hier haben wir leider noch keinen genauen Auslieferungstermin.
Auch vom GW-L2 haben wir eine chronologische Übersicht zur Beschaffung, seit dem Verkehrsunfall auf der A9, leider haben wir vom GW-L2 aber noch keine Bilder.

Wir halten euch weiterhin auf dem Laufenden

(02 Bilder)


Der etwas andere Kameradschaftsabend


Heute wurden fast 90 Brotzeiten und ein Dankesbrief mit Rückblick an unsere Aktiven und Alt-Aktiven verteilt, da dieses Jahr auch unser Kameradschaftsabend, der morgen hätte stattfinden sollen, leider ausfällt. Hier wird normalerweise auch das Feuerwehrjahr seit dem letzten Kameradschaftsabend zusammengefasst.

Wie jedes Jahr gibt es trotzdem einen Bilderrückblick für unsere Aktiven - nur diesmal Online. Unsere Kommandanten Volker Hammon und Christian Schwarzer bedanken sich in ihrem Brief bei allen Aktiven für ihr Engagement bei Übungen und Einsätzen. Hier wurden seit November 2019 trotz der Umstände 1545 Stunden bei Übungen und 1795 Stunden bei Einsätzen geleistet.

Besonders erfreulich ist die Tatsache, dass wir trotz Corona seit Anfang des Jahres mit Marian Kettel, Bianca Veigl, Mario Schlicht und Lisa Dorsch gleich vier neue Aktive in unseren Reihen begrüßen konnten. Zudem wurden Anna Dorsch, Tina Dorsch und Luca Löwel aus der Jugendfeuerwehr in die Aktive Truppe übernommen. Willkommen bei uns!

Personalsorgen brauchen wir uns somit momentan keine zu machen. Durch die große Anzahl an Aktiven hätten wir Tag und Nacht selbst bei kleineren Einsätzen mindestens in Zugstärke ausrücken können. Da uns momentan immer noch ein Fahrzeug fehlt, können wir des Öfteren nicht mal alle Einsatzkräfte mitnehmen. Wir hoffen, dass sich diese Situation nächstes Jahr bessert. Die beiden in der Beschaffung befindlichen Fahrzeuge – HLF 20 und GW-L2 - sollen bis zum Sommer ausgeliefert werden. Die Rohbaubesprechungen für beide Fahrzeuge fanden bereits statt.

Leider fallen dieses Jahr auch die Ehrungen aus: Nick Ridder wäre für 10 Jahre aktiven Dienst geehrt worden, sowie Tobias Krodel, Daniela Schmidt, Tanja Scherm und Heiko Kettel für 20 Jahre. Diese werden aber auf jeden Fall nachgeholt.

Da dieses Jahr so gut wie alle Veranstaltungen ausgefallen sind, gibt es leider auch nicht mehr zu berichten. Wir hoffen, dass es im Laufe des nächsten Jahres wieder losgehen kann.
Wir wünschen euch allen eine gesegnete, gesunde und ruhige Adventszeit.

Eure Feuerwehr Speichersdorf

(03 Bilder)

Einsatzübungen, Garagenbrand

Schon im Juni wurde unsere Feuerwehr für Übungen in vier kleinere Gruppen aufgeteilt. Seitdem wurden ca. 40 Übungen mit den unterschiedlichsten Themen abgehalten. Vor fast drei Wochen mussten wir die Übungen aufgrund der steigenden Infektionszahlen aber wieder unterbrechen, um unsere Einsatzbereitschaft nicht zu gefährden. Davor wurde aber noch an verschiedenen Abenden von ein paar Gruppen je eine Einsatzübung mit dem gleichen Thema durchgeführt.

Bei dieser Einsatzübung wurde ein Garagenbrand angenommen, hierzu nutzten wir unsere separat stehende Doppelgaragen auf dem Gelände des Feuerwehrhauses. Hier existiert auch ein innenliegendes „Treppenhaus“, um einen Brand im zweiten Stock zu simulieren. Mit der vom Feuerwehrverein finanzierten Nebelmaschine wurde der Brandrauch simuliert, und - wie man auf den Bildern sieht - eindrucksvoll der Brandrauch dargestellt.

Angenommen wurde ein Brand in der unteren Garage, der bei Schweißarbeiten ausgebrochen ist. Im oberen Stockwerk - über den Garagen - wurde eine Person vermisst. Zwei Atemschutztrupps gingen zur Personensuche und zur Brandbekämpfung in die verrauchte Garage. Parallel wurde die Löschwasserversorgung aufgebaut und die Einsatzstelle ausgeleuchtet. Auf einen Lüftereinsatz wurde verzichtet, um den Atemschutzgeräteträgern ein Üben bei „Nullsicht“ und mit der Wärmebildkamera zu ermöglichen. Auch ein paar „Gasflaschen“ mussten von den Atemschutzgeräteträgern aus dem Rauch geborgen werden. Ebenfalls wurde parallel die Atemschutzüberwachung geübt. Abschließend führten wir noch eine Abschlussbesprechung durch und stellten die Einsatzbereitschaft des Fahrzeuges wieder her.

Wir hoffen das in ein paar Wochen wieder mit den Präsenzübungen angefangen werden kann, eine Onlinebesprechung der Gruppenführer wurde bereits wieder durchgeführt.

Bis dahin, trotzdem eine schöne Zeit und bleibt gesund!

(16 Bilder)

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