Freitag, 19. Oktober 2018

Retten Löschen Bergen Schützen | Notruf für Feuerwehr und Rettungsdienst: 112 | Stützpunktfeuerwehr Speichersdorf

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eiko_icon Großbrand Speichersdorf

Brand > B4 > Brand Bauernhof / landwirtschaftliches Gebäude
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Einsatzort Details

Speichersdorf, Ringstraße
Datum 10.07.2017
Alarmierungszeit 06:05 Uhr
Einsatzbeginn: 06:08 Uhr
Einsatzende 07:15 Uhr
Einsatzdauer 1 Tag(e) 1 Std. 10 Min.
Alarmierungsart Funkwecker
Mannschaftsstärke ca. 40
eingesetzte Kräfte

FF Speichersdorf
FF Kirchenlaibach
    FF Kemnath
      FF Wirbenz
        FF Haidenaab-Göppmannsbühl
          FF Plössen
            FF Windischenlaibach
              FF Weidenberg
                FF Kirchenpingarten
                  FF Creußen
                    FF Tressau
                      FF Pegnitz
                        FF Bindlach
                          FF Benk
                            Fahrzeugaufgebot   TLF 16/25  LF 16/12  GW-L2  MZF  WLF  AB-Schuttmulde
                            Brand

                            Einsatzbericht

                            Gegen sechs Uhr morgens zog ein kurzes aber heftiges Gewitter über Speichersdorf, dabei schlugen mehrere Blitze in mehrere Bäume und eine als Heu Lager genutzte Scheune in „Alt“-Speichersdorf ein. Innerhalb weniger Minuten stand daraufhin die Scheune im Vollbrand und mehrere Notrufe gingen bei der Integrierten Leitstelle Bayreuth/Kulmbach ein, die nach dem Schlagwort Brand Bauernhof / landwirtschaftliches Anwesen die Feuerwehren Kemnath, Weidenberg, Kirchenlaibach, Haidenaab/Göppmannsbühl, Kirchenpingarten, Tressau und die UG-ÖEL des Landkreises Bayreuth alarmierte.

                            Aufgrund der engen Bebauung mussten die angrenzenden Gebäude geschützt werden, so wurden mehrere Riegelstellungen aufgebaut. Mit den beiden Drehleitern aus Kemnath und Weidenberg und einer großen Anzahl an Atemschutzgeräteträgern konnte eine direkt angrenzende Scheune, die wiederrum an mehrere Wohnhäuser angebaut war, gehalten werden. Durch das in der Scheune gelagerte Heu, entstand eine massive Rauchentwicklung, so das am kompletten Brandobjekt nur mit Umluft unabhängigen Atemschutz gearbeitet werden konnte, auch bestand ein großer Bedarf an Löschwasser. Daher mussten für diese Personal- und Materialschlacht nach und nach weitere Feuerwehren mit Atemschutzgeräteträgern alarmiert werden, darunter die Feuerwehr Creußen und der Löschzug Bindlach mit Benk. Da dadurch auch einige Atemschutzgeräte benötigt wurden, wurde die Feuerwehr Pegnitz mit dem Abrollbehälter Atemschutz alarmiert, von diesem im weiteren Einsatzverlauf alle Geräte zum Einsatz kamen.

                            Auch galt es umliegende Ställe mit einem großen Viehbestand vor dem Rauch zu schützen, so mussten mehrere Lüfter der Feuerwehren Creußen, Bindlach und Kemnath eingesetzt werden. Nachdem das Feuer unter Kontrolle war, musste das eingelagerte Heu aus der abgebrannten Scheune abgetragen werden, da sonst immer wieder Glutnester aufflammten. Dabei wurden die Arbeiten durch Streitereien mit der Versicherung des Brandleiders um die Kosten des Abtransportes, stark verzögert. Das eingelagerte Heu sollte sich in den nächsten Tagen noch zu einem großen Problem entwickeln. Mit einem Bagger, unserem Wechselladerfahrzeug, einem Fahrzeug des Gemeindebauhofs und eines Dienstleisters wurde das abgetragene Material auf eine Wiese außerhalb der Ortschaft gefahren. Dort wurde das Heu durch das Tanklöschfahrzeug der Feuerwehr Bindlach immer wieder gewässert. Diese Prozedur dauerte noch bis in die späten Abendstunden, in dieser Zeit wurden 65 Ladungen Heu abtransportiert.

                            Aufgrund eines Wasserrohrbruches und um Personal zu tauschen, wurden dann die Feuerwehren Windischenlaibach und Plössen gegen 16 Uhr zur Unterstützung alarmiert. 16 Stunden nach dem Brandausbruch konnten dann die Löscharbeiten eingestellt werden, allerdings musste dann noch eine Brandwache bis zum nächsten Morgen gestellt werden, hier wurden wir von den Feuerwehren Windischenlaibach und Wirbenz unterstützt.

                            Nach 25 Stunden rückten dann die letzten Einsatzkräfte in den Standort ein, da zu diesem Zeitpunkt keine Rauchentwicklung und keine weiteren Glutnester mehr festzustellen waren, dies wurde auch mit einer Wärmebildkamera kontrolliert. Hiermit sollte aber der Einsatz für die Feuerwehr Speichersdorf noch nicht beendet sein. Hierzu mehr in den nachfolgenden Einsatzberichten.

                             

                            sonstige Informationen

                            Einsatzbilder

                             

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